Pallotti-Mobil, das sind vor allem Geschichten von Menschen.

Lernen Sie einige Beispiele kennen:

Omer kommt im Sommer zum Vorstellungsgespräch. Er ist Mitte 50, nicht ganz gesund, aus seinem Job in der Industrie hat er lediglich Rückenprobleme behalten. Er ist lange arbeitslos, spricht das etwas gebrochene Deutsch der türkischen Arbeiter, die wegen der Arbeit wenig Zeit für Sprachkurse hatten. Bis die Gesundheit nachließ. Die Jahre der Arbeitslosigkeit haben ihn verunsichert, er kämpft mit materiellen Sorgen. Einige Wochen hält er sich abseits, beobachtet, macht seinen Job. Nach einigen Wochen sieht man ihn mit den anderen scherzen. Alle haben ihn als guten Fahrer und zuverlässigen Kollegen kennengelernt. Dass er keine schweren Kisten heben darf, wird berücksichtigt. Er wächst in die Gruppe, macht Vorschläge, übernimmt Verantwortung.

Susanne hat als junge Frau im Lebensmittelfachhandel gearbeitet. Mühelos hat sie die reifengroßen Emmentaler-Laibe geschleppt. Sie hat meist im Stehen gearbeitet und konnte sich nicht vorstellen, dass sie schon mit 30 Jahren mehrere Bandscheibenvorfälle außer Kraft setzen würden. Obwohl sie darauf noch in anderen Bereichen gearbeitet hatte, kam eine längere Phase der Arbeitslosigkeit als es auf die 50 zuging. Weitere gesundheitliche Probleme folgten. Dass sie jetzt bei Pallotti-Mobil mitarbeiten kann - sie betreut mit einem Kollegen eine Kleiderkammer für Bedürftige - macht der umtriebigen und engagierten Frau Freude. Ihre zuverlässige und verständnisvolle Art ist beliebt.

Anne hat viele Jahre in der Verwaltung gearbeitet. Einige Jahre hatte sie Führungsverantwortung, in krisenhafter Zeit. Die Vorgesetzten waren zerstritten, die Arbeit potenzierte sich, die Kollegen waren oft krank. Irgendwann geriet Anne in einen Burnout, kämpfte mit Depressionen. Später wurde ihre Teilzeitstelle aus wirtschaftlichen Gründen gestrichen. Eine langjährige Mobbingerfahrung hatte ihre seelische Stabilität zudem weiter geschwächt und die Arbeitssuche erschwert. Bei Pallotti-Mobil lernte Anne das friedliche Miteinander mit den Kollegen und die sozialpädagogische Begleitung schätzen. Bald entwickelte sie kreative Ideen und brachte neue Talente ein. Die Zusammenarbeit mit anderen machte ihr wieder Spaß.

Gemeinsam am Tisch
Der besonderen Atmosphäre bei Pallotti-Mobil hat Evelyn Christel im Rahmen der  „Worte auf den Weg“ im RBB einen Radiobeitrag gewidmet. Hier zum Nachhören: