Update zur Corona Lage

Für die erste Maiwoche hat der Berliner Senat weitergehende Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen. Auch für Pallotti-Mobil war das der Startschuss hinein in eine neue Normalität. Seit dem 17. März hatten hier alle Räder stillgestanden. Flux lud die Vorsitzende des Vorstands, Lissy Eichert, zur Mitarbeiterversammlung. Wie gut, dass ein Kirchenraum zur Hand war. So konnte getagt und der Mindestabstand eingehalten werden.

Neben dem frohen Wiedersehen nach nunmehr sieben Wochen ging es natürlich um die Frage, wie wir unsere Arbeit unter den neuen Bedingungen fortsetzen können – auch unter der Maßgabe, dass viele unserer Mitarbeiter*innen wie Kund*innen älter und/oder gesundheitlich vorbelastet sind.

Wie also kann im Bereich Reno gearbeitet werden? Sicher ist: Es sollen kleine feste Teams gebildet werden, die stets zusammenarbeiten. Die Wohnung, die renoviert wird, sollte nicht bewohnt werden. Und die zuletzt begonnene Baustelle ist fußläufig, da muss zunächst keine Lösung für sichere Fahrerei gefunden werden. Wir probieren also einfach mal aus, langsam und Schritt für Schritt, wie wir künftig unsere Baustellen einrichten müssen, damit Corona-konformes Arbeiten möglich ist.

Das Büro selbst wird im Schichtsystem genutzt werden – der „Stundenplan“ steht bereits fest. Es ist sichergestellt, dass zu den üblichen Bürozeiten immer eine Person da ist, die Telefonzeit ist aber erstmal auf den Vormittag begrenzt: Wir sind also von 09:00 bis 12:00 h wochentags persönlich erreichbar, der AB ist immer eingeschaltet.

Caterings im engeren Sinn werden wohl erst mal nicht gekocht. Pallotti-Mobil unterstützt aber das Projekt „Essen ist fertig“, das das Nord-Neuköllner Nachtcafé, Café Platte und andere in den letzten Wochen auf die Beine gestellt haben. Wir werden sehen, was sich daraus entwickelt!

Bevor die Kleiderkammer ihre Türen wieder öffnen kann, muss im Verkaufsraum und Wartebereich einiges geändert werden: Abstandsmarkierungen, Warteplätze im Freien, es braucht Desinfektionsmittel, Masken und Handschuhe und einen Spuckschutz im Kassenbereich, der nun gebaut wird. Möglicherweise fallen einige Ehrenamtliche aus dem Team aus, weil sie mit Homeoffice und -schooling ausgelastet sind. Hier muss personell neu geplant werden.

Für JACK – Bildungsstätte für Migrantinnen war die Zeit des Shutdowns dahingehend besonders, als der Shut mehr so ein Drift war – nämlich vom analogen Treffen hin zum digitalen Lernen. Die Dozentinnen schicken den Schülerinnen Übungen, Sprach-, oder Videonachrichten; eigenes digitales Lehrmaterial ist entstanden und der Kontakt wurde gehalten. Nun geht es darum, digitale Formate systematisch auszubauen. Eine Kooperation mit der VHS Neukölln hilft, Tablet-Spenden für die Schülerinnen werden akquiriert. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen geschaffen, dass der Unterricht auch den Räumen wieder stattfinden kann.